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Schulung für Angehörige Demenzkranker

Beim achten PflegeFORUM altmühlfranken ging es um die moderne Diagnostik der Demenz. Etwa 60 beruflich Pflegende nahmen an der gemeinsamen Veranstaltung der Gesundheitsregionplus und der Alzheimergesellschaft Weißenburg teil.

Als Ehrengast begrüßte der Vorsitzende des PflegeFORUMs und der Alzheimergesellschaft Weißenburg Oliver Riedel eine feste Größe in der Demenzdiagnostik: Prof. Dr. Sabine Engel ist Professorin für Soziale Gerontologie und Entwicklungspsychologie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und Mitglied der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie führt in Gedächtnisambulanzen testpsychologische Untersuchungen der geistigen Leistungsbereiche durch. Im historischen Rathaus der Stadt Weißenburg erläuterte sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre spannenden Tätigkeiten.

 

In einer Gedächtnissprechstunde und in Gedächtnisambulanzen führen Spezialisten eine genaue Diagnose von Hirnleistungsstörungen durch. „Eine frühe Diagnose und ein rascher Behandlungsbeginn ist wichtig, dadurch kann in vielen Fällen eine Verzögerung des Voranschreitens der Demenz erreicht werden. Sowohl Patienten als auch Angehörige gewinnen damit an Lebensqualität“, so Engel. Notwendig für die Inanspruchnahme der Gedächtnisambulanz ist eine Überweisung durch den Hausarzt.

 

Prof. Dr. Sabine Engel entwickelte für Angehörige Demenzkranker auf Grundlage ihrer vielfältigen Erfahrungen und Qualifikationen die Schulung „EduKation demenz“. Sie ist derzeit die einzige wissenschaftlich evaluierte Angehörigenschulung in Deutschland. „Die Krankheit ‚Demenz‘ hat viele Auswirkungen auf das Leben der Patienten und der Angehörigen. Durch die Schulung sollen die Teilnehmer einerseits Verständnis für die erkrankten Personen entwickeln. Andererseits wollen wir die Angehörigen dabei unterstützen, ihre eigene neue Rolle als Betreuungsperson zu finden, zu verstehen und anzunehmen“ erläuterte Engel.

 

Die Schulung wird im Jahr 2019 auch in Gunzenhausen angeboten. Sie findet wöchentlich ab Freitag, 18. Januar 2019, statt und besteht aus zehn ausgearbeiteten, aufeinander aufbauenden Sitzungen in der Gruppe à 120 Minuten. Durchgeführt wird sie von einer ausgebildeten Edukations-Trainerin.

 

In den zehn Sitzungen erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr über die Krankheit, deren Auswirkungen und das subjektive Krankheitserleben des Erkrankten. Darüber hinaus lernen die Angehörigen wie sie geeignet kommunizieren, um alltägliche aber auch Krisensituationen besser bewältigen zu können. Die Pflege von dementen Angehörigen führt zu Veränderungen in der Beziehung und zu einer belastenden Lebenssituation. Pflegende Angehörige können dadurch emotional und körperlich ausbrennen. Damit es nicht soweit kommt, werden den Kursteilnehmern entlastende Möglichkeiten aufgezeigt. Es besteht die Möglichkeit der Betreuung des Angehörigen während der Schulungszeiten. Weitere Informationen sowie die Anmeldeunterlagen können telefonisch unter 09831 2881 oder per E-Mail an edukation@klinikum-altmuehlfranken.de nachgefragt werden.

 

Das PflegeFORUM ist eine Austausch- und Informationsplattform für alle beruflich Pflegenden und Teil der Gesundheitsregionplus altmühlfranken. Das nächste Forum ist am Dienstag, 26. März 2019, um 18.30 Uhr, im Markgrafensaal in Gunzenhausen. Das Thema ist „Humor als Lebenskraft“. Der Klinikclown und Lehrer für Heilerziehungspflege Andreas Schock wird das Thema Humor und Pflege aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Alle beruflich Pflegenden sind hierzu herzlich eingeladen. Die Einladung erfolgt im Frühjahr 2019, die Anmeldung ist aber bereits unter www.altmuehlfranken.de/pflegeforum möglich.