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Erster Platz für die Medizinische Ferienakademie

Die Medizinische Ferienakademie Altmühlfranken (MFA) ist Sieger des Erfolgs-Rezept Praxis-Preises 2018. Das noch junge Projekt MFA lockt angehende Mediziner für ein Ferienprogramm nach Altmühlfranken, um die Region und die Ärzteschaft kennenzulernen. Der Preis wird jährlich vom Springer Medizin Verlag und der Apontis Pharma GmbH&Co.KG vergeben.

„Die Zusammenarbeit von Landkreis und Ärzten hat in der Region Altmühlfranken unter anderem eine Medizinische Ferienakademie hervorgebracht. Sie trägt dazu bei, Medizinstudenten die Arbeit auf dem Land näherzubringen. Die inhaltliche Gestaltung haben vier Ärzte übernommen“, so lautet die Kurzbeschreibung der MFA für den deutschlandweiten Wettbewerb „Praxis-Preis 2018“. Teilnehmen konnten Personen und Personengruppen mit innovativen Projekten zur Verbesserung der Patientenversorgung. „Dabei ist es nicht relevant, ob es sich um große oder kleine Ideen handelt“, so Gerlof Hauke, stellvertretender Chefredakteur der Ärzte Zeitung, die zum Springer Medizin Verlag gehört.

Der Treuchtlinger Hausarzt Dr. Peter Löw ergriff die Initiative für Altmühlfranken und reichte über die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus das Projekt MFA ein. Über die zehn innovativsten Ideen konnte die Bevölkerung online abstimmen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse des Online-Votings ausgewertet. Bereits hier lag Weißenburg-Gunzenhausen deutschlandweit auf Platz eins. Zusammen mit den Stimmen der Jury fiel dann die Entscheidung über den Wettbewerb. Die drei Bewerber mit den meisten Stimmen wurden am 8. Februar 2019 nach Berlin zur Preisverleihung eingeladen.

„Wir waren völlig überrascht von der Einladung in die Bundeshauptstadt“, erzählen die beiden Koordinatorinnen Nina Silbereisen und Theresa Hausen von der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus mit Sitz am Landratsamt. „Die lange Strecke bis nach Berlin hat sich gelohnt, denn auch die Fachjury in Berlin hat die Medizinische Ferienakademie Altmühlfranken auf Platz eins gewählt“, so die beiden Mitarbeiterinnen weiter.

Mit in Berlin waren vom Organisationsteam der MFA Dr. Peter Löw (Treuchtlingen), Dr. Ute Schaaf (Absberg) und die beiden Koordinatorinnen der Gesundheitsregionplus Altmühlfranken Theresa Hausen und Nina Silbereisen. Die Delegation betonte im Rahmen der Preisverleihung: „Ohne die Unterstützung aller Ärzte, der Kreispolitik und der Bevölkerung wäre die Umsetzung des Projektes nicht möglich gewesen. Dafür herzlichen Dank“. Zum engen Organisationsteam gehören auch Chefarzt Dr. Heiko Priesmeier (Klinikum Altmühlfranken) und Dr. Alexandra Wudy (Gunzenhausen).

„Die Auszeichnung hat bundesweite Strahlkraft und ist eine sehr schöne Anerkennung für unser Orgateam“, freut sich auch Landrat Gerhard Wägemann über die Ehrung. Mit der Verleihung des jährlichen Praxis-Preises sollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit andere Ärzte inspiriert werden. Die MFA erhält damit Vorbildcharakter.

Im Jahr 2019 findet die MFA zum vierten Mal statt, sie ist ein Ergebnis der ärztlichen Arbeitsgruppe der Gesundheitsregionplus Altmühlfranken. An insgesamt vier Tagen erleben die teilnehmenden Medizinstudentinnen und –studenten praktische Workshops, gemeinsame Freizeit und einen regen Erfahrungsaustausch mit ansässigen Ärzten. Hauptziel dabei ist die Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Die angehenden Mediziner sollen für eine spätere Tätigkeit in Altmühlfranken begeistert und gewonnen werden. Im gemeinsamen Austausch möchte die Ärzteschaft aus Weißenburg-Gunzenhausen erfahren, was die jungen Nachwuchskräfte bewegt, welche Wünsche sie mitbringen. Als Partner konnte die Hochschule in Treuchtlingen gewonnen werden. Der Adventure Campus dient als Unterkunft und ist Ausgangspunkt für sämtliche Freizeitaktivitäten. Weitere Informationen zur MFA sind online unter www.altmuehlfranken.de/medizinische-ferienakademie zu finden.

Erste Erfolge der MFA sind zwei Weiterbildungsassistenten in Praxen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, sowie sechs Studenten im Stipendienprogramm des Klinikums Altmühlfranken.

Die zweit- und drittplatzierten Projekte des Praxis Preises 2018 sind ebenso gute Beispiele für eine effiziente Praxisführung bzw. für eine optimierte Versorgung. Der zweite Preis ging an den Messenger-Dienst „MediOne“, der eine verschlüsselte digitale Kommunikation unter Ärzten einerseits und zwischen Patienten und Arztpraxen andererseits ermöglicht. Drittplatziertes Projekt ist die „AppDoc“. Dabei handelt es sich um eine teledermatologische Innovation zur Fernbehandlungs-Lösung, welche bereits von der Landesärztekammer Baden-Württemberg anerkannt wurde.