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Die Biotonne

Organische Abfälle aus Küche und Garten, die Sie nicht über Ihren eigenen Kompost verwerten können, entsorgen Sie über die braune Biotonne.

Etwa die Hälfte des Hausmülls besteht aus organischen Abfällen, die laut Abfallwirtschaftssatzung getrennt vom Restmüll gesammelt und verwertet werden müssen.
Jedem privaten Haushalt steht dafür eine Biotonne zur Verfügung. Die Bioabfälle werden in einer Kompostierungsanlage zu Humus verarbeitet. Störstoffe wie Plastiktüten (auch sogenannte biologisch abbaubare Biobeutel), Glas, Metall können biologisch nicht abgebaut werden und verursachen hohen technischen und finanziellen Aufwand.

Wem das Volumen der regulären Biotonne vor allem während der Sommermonate nicht ausreicht, bietet die Abfallwirtschaft die Möglichkeit einer zusätzlichen sogenannten „Saison-Biotonne“. Die Saison-Biotonne wird nur in den sechs Monaten Mai bis Oktober wöchentlich geleert.
Am Ende der Saison kann die Tonne auf dem Grundstück verbleiben, da an der speziellen Gebührenmarke zu erkennen ist, dass es sich um eine Saisontonne handelt. Sie muss also nicht zurückgebracht werden.

Die Kosten liegen bei
6 x 2,19 € für eine zusätzliche 80-Liter-Saison-Biotonne bzw.
6 x 6,57 € für eine zusätzliche 240-Liter-Saison-Biotonne.

Das gehört in die Biotonne:

  • Obst- und Gemüsereste, Zitrusschalen
  • Tee-, Kaffeefilter
  • Eierschalen
  • Speisereste (auch gekocht)
  • verdorbene / überlagerte Lebensmittel
  • Unkraut, ...

Gebrauchte Frittier- und Bratfett und -öle, Öle von eigelegten Speisen und Margarine können über spezielle Sammeltonnen am Recycling- bzw. Wertstoffhof abgegeben werden. mehr

Nicht in die Biotonne gehören:

  • Asche, Zigarettenkippen, Staubsaugerbeutel
  • große Knochen
  • Tierstreu, Hundekot und Ähnliches
  • Windeln, Hygieneartikel, ...

Beachten Sie auch unsere Tipps zum Umgang mit der Biotonne

Auch wenn es vielleicht verlockend ist, zum Sammeln der Küchenabfälle Plastiktüten zu verwenden, ist jedem klar: aus Plastik wird nie verwertbarer Humus.

Auf den ersten Blick scheinen kompostierbare Biomüllbeutel nur Vorteile zu bieten. Sie ermöglichen daheim im Haushalt eine hygienische Sammlung der feuchten Küchenabfälle und lassen sich zugebunden leicht in die braune Tonne werfen, ohne dass man sich schmutzig machen muss. Doch bei der Verwertung beginnen die Probleme.

Die kompostierbaren Biomüllbeutel werden jedoch an der Kompostierungsanlage im Zuge der Vorsortierung bereits ausgesondert, da man sie im großen Bioabfallhaufen aufgrund der starken Verschmutzung praktisch nicht von normalen Plastiktüten unterscheiden kann. Die Biomüllbeutel landen dann samt Inhalt, also den Bioabfällen, in der Müllverbrennung. Würden sie im Kompostierungskreislauf verbleiben, zersetzen sie sich viel zu langsam. Die kurze Verweilzeit von nur 8-10 Wochen in der Anlage reicht nicht für einen vollständigen Abbau aus.

Aufgrund der vielfältigen Probleme, die kompostierbare Biomüllbeutel bei der Verwertung der Bioabfälle verursachen, sollte man sich daher unbedingt nach Alternativen umschauen.

Eine gute Wahl sind Papiertüten, in denen man die Küchenabfälle ebenso gut sammeln kann. Papiertüten liegen im Supermarkt oder der Drogerie meist direkt neben den Bioplastikbeuteln im Regal. Der entscheidende Vorteil der Papiertüten: Sie lassen sich problemlos kompostieren.

Noch billiger kommt man mit Zeitungspapier davon, in das man vor allem die feuchten Küchenabfälle gut einwickeln sollte. Einen positiven Nebeneffekt haben Papiertüten und Zeitungspapier darüber hinaus. Sie verringern im Winter das Risiko, dass der Inhalt der Biotonne einfriert, und im Sommer, dass üble Gerüche auftreten.

Durch Ihre sorgfältige Abfalltrennung leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz.

Lebensmittelverluste - Lebensmittelverschwendung

Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll, bei der Erzeugung und Verarbeitung, bei Großverbrauchern, im Handel und in Privathaushalten. Dies ist nicht nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches und ökonomisches Problem. Immerhin werden sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung von Waren Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Mit jedem Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, werden also wertvolle Ressourcen verschwendet.

Ein großer Teil der Lebensmittelabfälle wäre vermeidbar, und zwar auf allen Ebenen und auf der ganzen Welt.

Viel zu viele Lebensmittel werfen wir weg. Wir können das ändern!

Hier finden Sie vielfältige Tipps und Anregungen:

Zu gut für die Tonne (BMEL)

Lebensmittelabfälle vermeiden - so geht's

Lebensmittel wertschätzen

Beste Rezepte - Rezepte-App

Die Biotonnen werden im 14-täglichen Rhythmus geleert.
In der wärmeren Jahreszeit (Mai bis Oktober) wöchentlich.

Zum Abfuhrkalender

Zur AbfallApp

Alle Sammelfahrzeuge sind von 6.00 bis 20.00 Uhr unterwegs. Die Biotonnen müssen deshalb spätestens ab 6.00 Uhr morgens bereitgestellt sein.

Können Grundstücke vom Abfuhrfahrzeug nicht angefahren werden (z. B. wegen Baustellen, Schnee, Eisglätte), muss man die Tonnen selbst an einer vom Abfuhrfahrzeug anfahrbaren öffentlichen Verkehrsstelle bereit stellen.
Auskunft über die Dauer der Einschränkungen bei Baustellen geben die Städte bzw. Gemeinden.

Kühlen Kopf bewahren:

Die Biotonne sollte nicht in der prallen Sonne stehen. Bei hohen Temperaturen zersetzen sich Bioabfälle schneller – Schimmel und Ungeziefer breiten sich aus. Besser ist ein schattiger und kühler Standort für die Behälter.

Lebensmittelreste in Zeitungspapier einwickeln 

Dem Fäulnisvorgang organischer Abfälle nimmt man zudem die Nahrung durch Feuchtigkeitsentzug.
Zerknülltes Zeitungspapier oder 1-2 alte Eierschachteln am Tonnenboden saugen evt. entstandene Flüssigkeit auf. Lebensmittelreste in Zeitungspapier einzuwickeln ist nachweislich eine der wirksamsten Methoden gegen unerwünschte Gerüche. Es saugt Feuchtigkeit auf und hält den Tonneninnenraum sauber. Zeitungspapier oder alte Bäckertüten sind dafür bestens geeignet.

Und wenn’s friert:

In den frostigen Wintermonaten besteht die Gefahr, dass sich Tonnen mit festgefrorenem Inhalt nicht leeren lassen. Deshalb ist es wichtig, die Biotonne – zumindest am Tag vor der Leerung – an einen frostfreien Platz zu stellen. Auch im Winter macht es Sinn, feuchte Lebensmittelreste in Zeitungspapier einzuwickeln. So wird das Anfrieren an der Tonnenwand vermieden.

Klein aber fein:

Möglichst kleine Vorsortierbehälter sind gut für die Hygiene in der Küche. Sie sind schnell gefüllt und müssen oft geleert werden. Ungeziefer, Schimmel und Gerüche haben keine Zeit sich auszubreiten.

Keine Chance für Ungeziefer und Gestank:

Die regelmäßige Reinigung der Biotonne mit herkömmlichen Reinigungsmitteln ist besonders im Sommer angebracht.

Klappe zu:

Halten Sie den Deckel immer vollständig geschlossen, um kein Ungeziefer anzulocken.

Alles Bio?

Bitte beachten Sie, dass nicht biologisch abbaubare Stoffe bei der Aufbereitung des Bioabfalls als Störstoffe aufwändig und teuer und zum Teil von Hand entfernt werden müssen. Glas, Metall, Steine, Straßenkehricht, Katzenstreu, Hundekot, Staubsaugerbeutel, Plastiktüten oder Windeln haben in der Biotonne nichts zu suchen!

Die An-, Ab- und Ummeldung muss durch den Grundstückseigentümer bei Ihrer Gemeindeverwaltung veranlasst werden. Hier sind auch die Gebührenmarken erhältlich. Lediglich für die Bürger der Städte Weißenburg, Pappenheim und Treuchtlingen erfolgen die Änderungen beim Landratsamt.
Ansprechpartnerin: Frau Rutz

Die braunen Biotonnen werden in den Größen 80 Liter und 240 Liter angeboten.

Auch bei der Biotonne gibt es die Möglichkeit der Nachbarschaftstonnenregelung. Dies bedeutet, dass zwei unmittelbar benachbarte Grundstücke gemeinsam eine Tonne benützen können. Genaue Auskünfte erhalten Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung.

Der Inhalt der Biotonnen wird im Kompostwerk der Firma T+E in Bechhofen innerhalb von etwa zehn bis zwölf Wochen zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Es handelt sich dabei um einen natürlichen Recyclingprozess, ohne zusätzlichen Einsatz von Wasser, Energie oder anderen Stoffen.
In Erdenwerken wird der Kompost dann zu Blumenerde verarbeitet bzw. im Biolandbau als natürlicher Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt. Die Nährstoffe, die in organischen Abfällen wie zum Beispiel Obst- und Gemüseresten stecken, gelangen so wieder in die Umwelt.

Nur sortenreiner Bioabfall wird zu Qualitätskompost

Ein guter Qualitätskompost kann aber nur aus sortenrein gesammelten Bioabfällen entstehen. Plastiktüten, Glas, Metall oder Restmüll können biologisch nicht abgebaut werden. Verunreinigter Bioabfall kann zu keinem brauchbaren Kompost verwertet werden. Fremdstoffe müssen mit hohem technischen und wirtschaftlichen Aufwand aussortiert werden. Mikroplastik zum Beispiel kann niemals vollständig aussortiert werden, und gelangt über den Kompost wieder in die Umwelt. Die Qualität, Verwertungsmöglichkeiten und unsere Natur und Umwelt leiden darunter stark.

In Bechhofen entstehen aus einer Tonne nassem Bioabfall rund 450 Kilogramm nach Erde duftender Kompost. Der Altmühlfranken-Kompost von T+E ist mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert. Dabei unterliegt der Humus der ständigen Überwachung durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost.

Ein naturnah bewirtschafteter Garten zeichnet sich nicht allein durch einheimische Zier- und Nutzpflanzen und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sowie mineralische Dünger aus. Kompostierung ist eine seit Jahrhunderten gebräuchliche Methode, um nährstoffhaltige Pflanzenreste wieder in den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kreislauf zurückzuführen. Richtig aufbereitet ist Kompost der ideale Ersatz für Torf.

Gekochte Speisereste, Fleisch- und Fischreste, Unkraut und befallene Pflanzenteile sollen nicht auf den Gartenkompost gegeben werden. Deshalb empfiehlt sich auch trotz Eigenkompostierung die Nutzung einer Biotonne.

Lesen Sie mehr zur Eigenkompostierung

Über die Entsorgung von Grün- und Gartenabfällen, die Sie nicht selbst verwerten können, geben Ihnen die Gemeinden Auskunft.

Mit der Änderung der Bayerischen Luftreinhalteverordnung besteht seit 01.01.2017 nicht mehr die Möglichkeit, dass die Gemeinde durch eine Verordnung das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen innerhalb bebauter Ortschaften zulassen kann. Das hat zur Folge, dass Gartenbesitzer solche Abfälle nicht mehr auf ihrem Grundstück verbrennen dürfen.