Aktionsprogramm Wiesenbrüterschutz: Beweidung am Storchenbiotop wird 2026 fortgeführt

Auch im Jahr 2026 wird die erfolgreiche Beweidung am Storchenbiotop in Gunzenhausen fortgeführt. Die Wasserbüffel des Landwirts Johannes Horn leisten damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Wiesenbrüter und zur Pflege der wertvollen Flächen im Altmühltal. Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit der Regierung von Mittelfranken informierten sich Landrat Markus Gläser, Bürgermeister Matthias Hörr, die stellvertretende Leiterin des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach Helga Pfitzinger-Schiele sowie der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbands Mittelfranken Gerhard Wägemann über die Entwicklung des Projekts.

Die extensive Beweidung mit Wasserbüffeln hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Die Tiere sorgen dafür, dass die Flächen offengehalten werden und sich optimale Bedingungen für seltene Wiesenbrüter entwickeln können. Besonders erfreulich: Während des Termins konnte sogar ein Kiebitz beobachtet werden – genau jene Vogelart, für deren Schutz die Maßnahme unter anderem umgesetzt wird.

Die Fläche am Storchenbiotop wurde vor rund 35 Jahren vom Landschaftspflegeverband als Lebensraum für den Storch angelegt. Heute bietet sie zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wichtigen Rückzugsraum. Durch die Beweidung können die artenreichen Wiesenbestände erhalten und gleichzeitig die Pflege der Flächen nachhaltig gestaltet werden.

Landrat Markus Gläser betonte die Bedeutung der Maßnahme für den Naturschutz im Landkreis: „Die Fortführung der Beweidung zeigt, dass das Aktionsprogramm Wiesenbrüterschutz langfristig Wirkung entfaltet. Der Kiebitz ist ein schönes Zeichen dafür, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen für den Erhalt dieser selten gewordenen Arten lohnen.“

Auch Gunzenhausens Bürgermeister Matthias Hörr begrüßt die Fortsetzung des Projekts: „Das Storchenbiotop ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Wasserbüffel sind mittlerweile ein echter Blickfang und tragen gleichzeitig zur positiven Entwicklung der Fläche bei.“

Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken begleitet das Projekt in engem Austausch mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt fachlich. Vorsitzender Gerhard Wägemann erklärt: „Die positiven Entwicklungen am Storchenbiotop bestätigen, dass extensive Beweidung ein wirksames Instrument im Wiesenbrüterschutz ist. Besonders freut uns, dass sich der Kiebitz wieder auf der Fläche zeigt.“

Die beteiligten Akteure und auch der Landwirt bitten darum, die Tiere nicht zu füttern und die Weideflächen nicht zu betreten.