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Feuerwehrwesen

Neben den gemeindlichen Aufgaben im Feuerwehrwesen wie z. B. dem abwehrenden Brandschutz und der technischen Hilfeleistung, besitzt auch der Landkreis in diesem Bereich umfassende gesetzliche Pflichten.

So obliegt dem Landkreis die Aufgabe der Beschaffung von überörtlicher Spezialausstattung, die über den gemeindlich notwendigen Bedarf bei den Feuerwehren hinausgeht. Diese umfasst beispielsweise Rüstwägen zur erweiterten technischen Hilfeleistung, große Tanklöschfahrzeuge, Geräte zur Ölschadens- und Gefahrgutabwehr oder Feuerwehrmehrzweckboote zum Einsatz an den Seen im Landkreis.

Außerdem betreibt der Landkreis ein Atemschutzzentrum. Hier werden die Atemschutzträger der gemeindlichen Feuerwehren ausgebildet und die Atemschutzgeräte gewartet und Instand gehalten. Daneben unterhält der Landkreis eine Kreiseinsatzzentrale, welche vor allem bei flächendeckenden und landkreisübergreifenden Schadensereignissen mit einer Vielzahl von Schadensstellen (z. B. Sturm- und Hochwasserlagen) die Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd in Schwabach (zuständig für die Feuerwehralarmierung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) unterstützt und entlastet.

Nach Einführung des neuen Digitalfunksystems bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kümmert sich der Landkreis um die Verwaltung von rund 900 Digitalfunkgeräten, den dazugehörenden Sicherheitskarten und die regelmäßigen Updates der Geräte.

Der Landkreis verwaltet zudem die Kreisbrandinspektion. Dies ist die Feuerwehrführung des Landkreises, welche als oberste Feuerwehrkraft den Kreisbrandrat vorsteht. Die Kreisbrandinspektion teilt sich in drei Inspektionsbereiche und insgesamt elf Brandkreise auf und gilt als übergeordnete Stelle für die 127 Feuerwehren und 5.500 Einsatzkräfte im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Hier werden neben der Aufsicht der Einsatzfähigkeit der gemeindlichen Feuerwehren, der Feuerwehrausbildung auf Kreisebene und der Alarmierungsplanung unter anderem auch technische und taktische Vorgaben erarbeitet, die dann im Einsatzfall bei den Feuerwehren angewandt werden.

Die Kreisbrandinspektion besteht bei uns aus

  • einem Kreisbrandrat,
  • zwei Kreisbrandinspektoren,
  • einem Stadtbrandinspektor (der Großen Kreisstadt Weißenburg),
  • elf Gebietskreisbrandmeistern und
  • acht Kreisbrandmeistern für verschiedene Fachbereiche (z. B. Funk, Ausbildung, Atemschutz usw.).

Jedes Landratsamt hat außerdem für die überregionale Katastrophenhilfe ein im Voraus geplantes Hilfeleistungskontingent zu stellen, welches eine Stärke von 110 Einsatzkräften besitzt und aus Teilen verschiedener gemeindlicher Feuerwehren besteht. Auf Anforderung des Bayerischen Staatsministerium des Innern kann dieses Kontingent dann Einsatzkräfte in der Katastrophenregion entlasten oder ersetzen. Das Feuerwehrhilfeleistungskontingent des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen ist im Verbund mit Feuerwehrkräften des Landkreises Roth und der Stadt Schwabach aufgestellt.

Weiter unterhält und verwaltet der Landkreis zwei eigenständige Einheiten (sogenannte Fachdienste) welche bei speziellen Einsatzaufgaben, die über das gemeindliche Feuerwehrwesen hinausgehen, hinzugezogen werden. Diese Einheiten, die ABC-Komponente und die Informations- und Kommunikationseinheit, sind auf der Ebene der Kreisbrandinspektion aufgestellt.

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