Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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Wassergefährdende Stoffe & Anlagen

Was sind wassergefährdende Stoffe?

Stoffe (feste, flüssige oder gasförmige) können bei ihrer Herstellung, während oder nach ihrem Gebrauch in die Umwelt gelangen oder durch Kontakt mit Wasser dessen Beschaffenheit nachteilig verändern. Hierdurch können Lebewesen, insbesondere Menschen, gefährdet oder geschädigt werden.

Mit Wasser können hier das Trinkwasser aus der Leitung, Niederschlagswasser oder auch Gewässer gemeint sein. Das Grundwasser kann außerdem beeinträchtigt werden, sobald ein wassergefährdender Stoff in den natürlichen Boden eindringt.

Industrialisierung und hoher Lebensstandard fördern Gebrauch und Verbrauch von Chemikalien, so dass es  mittlerweile unmöglich ist, die Anzahl von natürlichen und vor allem künstlich hergestellten Stoffgemischen zu beziffern. Sie werden von der gewerblichen Wirtschaft als Rohstoff oder Produktionsmittel verwendet oder dienen in privaten und öffentlichen Bereichen als Brennstoff in Heizölverbraucheranlagen, als Betriebsmittel in Kraftfahrzeugen, sowie als Wasch- oder Reinigungsmittel in Haushalten.

Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit werden Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht und eingestuft. Ein wichtiges Kriterium ist die Einstufung nach ihrer Wassergefährdung; unterschieden werden drei Wassergefährdungsklassen (WGK). Beigefügt einige Beispiele:

WGK 1 - schwach wassergefährdend - Ethanol, Salzsäure, Natronlauge, Biodiesel

WGK 2 - wassergefährdend - Heizöl, Diesel, Motoröl

WGK 3 - stark wassergefährdend - Benzin, Altöl, Quecksilber


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Wie kann ein Betreiber prüfen, ob seine Anlage den gesetzlichen Anforderungen entspricht?

Bei Anlagen, die nicht der gesetzlichen Prüfpflicht unterliegen, kann der Betreiber freiwillig seine Anlagen durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen prüfen lassen. Für den Betreiber fallen dann Kosten in Form der Prüfgebühren an. Die Höhe der Gebühren kann bei den entsprechenden Sachverständigenorganisationen erfragt werden.
Zudem kann sich der Betreiber über die geltenden Vorschriften bei dem Sachgebiet Wasserrecht im Landratsamt erkundigen. Auf  Wunsch kann im Zuge der technischen Gewässeraufsicht vor Ort ein Beratungstermin durchgeführt werden.

Tankstellen

Tankstellen sind ortsfeste und ortsfest genutzte Anlagen, an denen flüssige, wassergefährdende Kraftstoffe zur Versorgung von Landfahrzeugen abgefüllt werden. Wasserwirtschaftliche Anforderungen an Tankstellen sind im Anhang 4 der Anlagenverordnung (VAwS) festgeschrieben. 

Darin wird zwischen folgenden Tankstellen unterschieden:

  • Tankstellen mit einem Jahresverbrauch >= 40.000 Liter  und Behältervolumen > 10.000 Liter
  • Eigenverbrauchstankstellen mit einem Jahresverbrauch < 40.000 Liter  und einem Behältervolumen <= 10.000 Liter
  • Eigenverbrauchstankstellen mit  einem Jahresverbrauch <  4.000 Liter und einem Behältervolumen <= 2.000 Liter
  • Für landwirtschaftliche Tankstellen werden folgende Anforderungen festgeschrieben. Anforderungen (Ziffer 9.2) (Ziffer 9.5)
  • Biodieseltankstellen

Die Anforderungen für die jeweilige Tankstelle erfahren Sie auf Anfrage vom Sachgebiet Wasserrecht.


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