Feuerwehr-Kommandanten bestätigen Volker Satzinger im Amt des Kreisbrandrats

Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen haben Volker Satzinger im Kulturzentrum der Karmeliterkirche Weißenburg erneut zum Kreisbrandrat gewählt. Mit ihrer Entscheidung sprachen die Wahlberechtigten dem bisherigen Amtsinhaber und Leiter der Kreisbrandinspektion für eine weitere Amtszeit ihr Vertrauen aus.

Zur Wahlversammlung begrüßte Landrat Markus Gläser die anwesenden Feuerwehrführungskräfte sowie die Kommandantinnen und Kommandanten der Feuerwehren. In seinem Grußwort würdigte er die zentrale Bedeutung der Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung und dankte den Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Dienst. Dabei betonte der Landrat insbesondere die zunehmenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse und Hochwasserlagen, wodurch der Zivil- und Katastrophenschutz wieder mehr an Bedeutung gewinne. Umso wichtiger sei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen, um im Einsatzfall schnell, effizient und zum Wohl der Bevölkerung handeln zu können. Eine leistungsfähige Kreisbrandinspektion sei dabei ein wesentlicher Baustein.

Die Leitung der Wahl oblag Regierungsrätin Paula Grau. Sie erläuterte den Wahlberechtigten die rechtlichen Grundlagen des Wahlverfahrens sowie den daraus resultierenden Ablauf der Wahlversammlung und führte anschließend durch die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl. Grundlage der Wahl ist Artikel 19 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes. Demnach wird der Kreisbrandrat auf Vorschlag des Landrats von den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren und den Leitern der Werkfeuerwehren in geheimer Wahl für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Landrat Markus Gläser hatte Volker Satzinger für die Wiederwahl vorgeschlagen.

In seiner Bewerbungsrede zog Volker Satzinger eine positive Bilanz der vergangenen sechs Jahre. Der Landkreis verfügt heute über 125 Freiwillige Feuerwehren mit mehr als 5.600 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die täglich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bereitstehen. Trotz steigender Einsatzzahlen und immer komplexerer Einsatzlagen hätten sich die Feuerwehren hervorragend entwickelt und ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Besonders hob Satzinger die organisatorische Weiterentwicklung der Kreisbrandinspektion hervor. Zahlreiche Fachbereiche wurden geschaffen beziehungsweise weiterentwickelt. Das Ausbildungsangebot wurde modernisiert und erweitert, digitale Einsatzunterstützungssysteme eingeführt und zeitgemäße Kommunikationswege etabliert. Auch im vorbeugenden Brandschutz konnten wichtige Standards geschaffen und fortgeschrieben werden. Ein wichtiger Schwerpunkt war darüber hinaus die Stärkung des Bevölkerungsschutzes. Mit den Bereichen Führungsunterstützung und Warnung der Bevölkerung wurden neue Strukturen aufgebaut, die die Einsatzleitungen entlasten und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiter verbessern. Ebenso lag Satzinger die Nachwuchsarbeit besonders am Herzen. Kinder- und Jugendfeuerwehren seien die Grundlage für die Zukunft des Feuerwehrwesens. Mit den Kreis-Kinderfeuerwehrtagen und Kreis-Jugendfeuerwehrtagen würden jährlich zahlreiche junge Menschen für die Feuerwehr begeistert und langfristig an das Ehrenamt herangeführt. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch eine moderne Internetpräsenz, Social-Media-Angebote und die Feuerwehrzeitung deutlich ausgebaut.

Rückblickend erinnerte Satzinger an die besonderen Herausforderungen seiner bisherigen Amtszeit. Die Corona-Pandemie, die Flüchtlingskrise, zahlreiche Unwetterereignisse, Großbrände, Verkehrsunfälle sowie umfangreiche Hilfeleistungseinsätze hätten die Feuerwehren im Landkreis stark gefordert. Dennoch seien die Einsatzkräfte jederzeit einsatzbereit geblieben und hätten ihre Leistungsfähigkeit unter schwierigsten Bedingungen bewiesen.

Für die kommenden Jahre formulierte Satzinger klare Ziele. Dazu gehören der Bau eines modernen Brand- und Katastrophenschutzzentrums als Ausbildungs-, Atemschutz-, Logistik- und Katastrophenschutzstandort, die weitere Digitalisierung der Feuerwehren, die Stärkung des vorbeugenden Brandschutzes, die Schaffung einer feuerwehrtechnischen Stelle im Landratsamt zur Entlastung der ehrenamtlichen Führungskräfte sowie die weitere Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Darüber hinaus sollen die Mitgliedergewinnung und die Unterstützung der Kommandantinnen und Kommandanten weiter ausgebaut werden.

Nach seiner Wiederwahl bedankte sich Volker Satzinger für das entgegengebrachte Vertrauen. Sein besonderer Dank galt den Feuerwehrdienstleistenden, den Führungskräften der Kreisbrandinspektion, den Ausbilderinnen und Ausbildern, den Kommunen sowie dem Landratsamt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zugleich betonte er, dass die erfolgreiche Entwicklung des Feuerwehrwesens im Landkreis nur durch das gemeinsame Engagement vieler Beteiligter möglich gewesen sei.

Die zweite Amtszeit des Kreisbrandrats beträgt sechs Jahre und beginnt am 1. Oktober 2026. Die Wahl bedarf noch der gesetzlich vorgeschriebenen Bestätigung durch die Regierung von Mittelfranken. Erst mit dieser Bestätigung wird das Wahlergebnis rechtswirksam. Mit Beginn der neuen Amtszeit enden gemäß dem Bayerischen Feuerwehrgesetz zugleich die Amtszeiten der bestellten Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister. Dies bietet die Möglichkeit, personelle Weichenstellungen vorzunehmen und die Führungsstruktur der Kreisbrandinspektion an künftige Anforderungen anzupassen. Damit werden die organisatorischen und personellen Grundlagen für die Führung der Kreisbrandinspektion und des Feuerwehrwesens im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen für die kommenden sechs Jahre neu gestaltet.