Zivilschutzfahrzeug an den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen übergeben

Am Donnerstag, den 06. August 2026 fand im Beisein von Bundestagsmitglied Artur Auernhammer sowie Landrat Markus Gläser die Übergabe eines Spezialfahrzeugs des Bundes an den ABC-Zug des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen statt. Der Bund ist zuständig für den Zivilschutz in Deutschland und stellt auch die dafür vorgesehene, erweiterte Ausstattung zur Verfügung. In diesem Zuge erhielt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nun ein sogenanntes CBRN-Erkundungsfahrzeug.

Die Abkürzung CBRN steht für chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear. Das Fahrzeug dient dazu, CBRN-Gefahrstoffe im Falle eines Unfalls, eines Anschlags oder einer kriegerischen Auseinandersetzung lokalisieren, messen und in ihrer Ausbreitung bestimmen zu können.

Die Übergabe des Fahrzeugs erforderte bereits im Vorfeld umfassende Ausbildungsarbeit für die übernehmende Mannschaft. So absolvierten zwei Multiplikatoren des ABC-Zugs einen mehrtägigen Lehrgang an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung in Ahrweiler, bevor sie das Fahrzeug nach Weißenburg überführen durften. Darüber hinaus wird zur Bedienung des Fahrzeugs noch ein einwöchiger Lehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried notwendig.

Als Vertreter des Bundes übergab Artur Auernhammer das Fahrzeug offiziell an den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und ließ sich von der Einheitsführung des ABC-Zugs im Beisein von Landrat Markus Gläser und Kreisbrandrat Volker Satzinger das Fahrzeug detailliert erklären. Das Einsatzfahrzeug verfügt über umfangreiche Messtechnik und Sensorik, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Die gewonnenen Messdaten werden dann gesammelt auf dem zentralen Rechner des Fahrzeugs angezeigt. Ferner besteht die Ausstattung noch aus einer im Fahrzeug integrierten Wetterstation, einer Lautsprecheranlage und weiterer Ausrüstung wie etwa schweren Atemschutzgeräten, Probeentnahmesätzen, Notdekontaminationsgeräten und Absperr- und Markierungsausrüstung. Das Fahrzeug selbst baut auf einen Mercedes Sprinter mit Allradfahrgestell auf.

Der Bund hat bereits mehr als 500 Fahrzeuge dieses Typs beschafft und über die Länder an die Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland verteilt, wie Artur Auernhammer beim Termin erklärte. Der Stückpreis eines solchen Fahrzeugs liegt bei rund 311.000 Euro.