Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
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Überschwemmungsgebiete

Kontaktperson

Herr OberhuberTel.: 09141 902-264

Überschwemmungsgebiete sind Gebiete zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern und sonstige Gebiete, die bei Hochwasser überschwemmt oder durchflossen oder die für Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht werden.

(Definition gemäß Wasserhaushaltsgesetz)

 

Festgesetzte und vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiete

An Gewässern I. Und II. Ordnung erfolgt die fachliche Ermittlung dieser Gebiete durch die Wasserwirtschaftsverwaltung (Wasserwirtschaftsämter), an Gewässern III. Ordnung kann dies auch von Gemeinden übernommen werden. Grundlage bildet das sogenannte „hundertjährige Hochwasser“ (HQ 100), also ein Hochwasserereignis, das statistisch betrachtet einmal in 100 Jahren auftreten kann.

Die Pläne der ermittelten Gebiete werden zunächst durch die Kreisverwaltungsbehörde öffentlich bekanntgegeben und gelten somit als vorläufig gesichert. Anschließend erfolgt die Festsetzung in einem förmlichen Verfahren durch Rechtsverordnung.

Die vorläufige Sicherung bzw. die Festsetzung der Überschwemmungsgebiete löst die gesetzlichen Rechtsfolgen des § 78 WHG aus. Insbesondere unterliegt die Bauleitplanung, die Errichtung von baulichen oder sonstigen Anlagen besonderen Anforderungen.

Festgesetzte Überschwemmungsgebiete enthalten Verbote und Nutzungsbeschränkungen, die beachtet werden müssen.
Bei Überschwemmungsgebieten werden auch besondere Anforderungen an die Lagerung wassergefährdender Stoffe (z.B. Heizöl) gestellt.

 

Faktische Überschwemmungsgebiete

Solange Überschwemmungsgebiete an oberirdischen Gewässern weder amtlich festgesetzt noch vorläufig gesichert wurden, handelt es sich um sogenannte „faktische Überschwemmungsgebiete“, die in ihrer Funktion als Rückhalteflächen nur in wenigen Ausnahmefällen beeinträchtigt werden dürfen. Bei geplanten Maßnahmen ist dort § 77 WHG zu beachten.

Soweit überwiegende Gründe des Wohles der Allgemeinheit nicht entgegenstehen sind Maßnahmen, die das Rückhaltevolumen beeinträchtigen nur möglich, wenn rechtzeitig Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden.

 

Genehmigungsbehörden

Genehmigungsbehörde ist in der Regel das Landratsamt. Auskünfte erteilt das Sachgebiet Wasserrecht unter Tel. 09141 902-264.

 Ist eine Baugenehmigung erforderlich, werden die wasserrechtlichen Belange im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens geprüft.

Die fachliche Beurteilung, ob eine Maßnahme und ggf. unter welchen Auflagen durchgeführt werden kann, erfolgt durch die wasserwirtschaftliche Fachbehörde, das Wasserwirtschaftsamt Ansbach.

Fragen zum Retentionsraumausgleich oder zu Abgrenzungen, können bei Bedarf auch direkt an das Wasserwirtschaftsamt Ansbach gerichtet werden. (Tel. 0981 9503- 0)

Rechtsgrundlagen
§§ 76, 77, 78 WHG (Wasserhaushaltsgesetz); Art 46, 47 BayWG (Bayerisches Wassergesetz)


Die im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ermittelten und festgesetzten Überschwemmungsgebiete sind nachfolgend mit Übersichtsplänen M=1 : 25.000 und Detailplänen M=1: 2.500 sowie dem Verordnungstext dargestellt:

Altmühl

Felchbach

Schwäbische Rezat

Anlauter

Schambach

Möhrenbach

Westliche Rohrach

Das Überschwemmungsgebiet der Westlichen Rohrach im Hahnenkammbereich wurde im Regionalplan als Vorranggebiet ausgewiesen und gilt somit als vorläufig gesichert gemäß Art. 47 BayWG.

Hinweis zu den Rechtsfolgen

weiterführende Links

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