Bundesstraße 2: höhenfreier Umbau der Eichstätter Kreuzung in Weißenburg – Vorbereitende Arbeiten ha

Nach mehreren Jahren intensiver Planung hat das Staatliche Bauamt Ansbach mit dem Abbruch des Gebäudes Würzburger Weg 2 im Osten Weißenburgs die erste sichtbare Maßnahme zum anstehenden höhenfreien Kreuzungsumbau beauftragt. Die Abbrucharbeiten haben am 19.Oktober begonnen.

Die sogenannte „Hörnleinkreuzung“ ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Osten von Weißenburg. Er verbindet die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bundesstraße 2 (B 2) höhengleich mit der von Eichstätt kommenden Bundesstraße 13 (B 13) und der ins Stadtzentrum führenden Kreisstraße WUG 1. Die Kreuzung ist wegen der sehr hohen Verkehrsstärken permanent überlastet und obgleich die Kreuzung beampelt ist, ist sie seit vielen Jahren eine Unfallhäufungsstelle. Für die dringend notwendige nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Leistungsfähigkeit ist ein grundlegender Umbau erforderlich.

Die Planungen für den Umbau reichen dabei schon Jahrzehnte zurück – bereits im Jahr 2003 wurde damit begonnen. Seitdem wurden unterschiedlichste Varianten geprüft, miteinander verglichen und letztlich eine Vorzugslösung in Form eines Kreisverkehrs über der tiefergelegten B 2 herausgearbeitet. Die baurechtliche Genehmigung des Vorhabens wurde durch Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Mittelfranken vom 27. Juni 2024 erteilt. Im Planfeststellungsverfahren wurden die sich aufdrängenden Varianten erneut betrachtet und nach allen relevanten Gesichtspunkten abgewogen.

Bevor mit den eigentlichen Umbauarbeiten an der Kreuzung begonnen werden kann, sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich, um den Verkehrsfluss während der Bauzeit aufrechtzuhalten. Ein zentraler Bestandteil des Verkehrskonzepts ist die temporäre bauzeitliche Umfahrung für die B 2. Diese wird östlich der B 2 errichtet. Sie wird während der Umbauarbeiten den Verkehr der B 2 aufnehmen. Wie eine reguläre Straße wird diese mit Abbiegespuren ausgestattet, damit die Verbindung mit der B 13 nach Eichstätt sowie zur Kreisstraße WUG 1 ins Stadtgebiet weiterhin möglich ist.

Noch in diesem Jahr steht dafür der Abbruch des Gebäudes „Würzburger Weg 2“ auf der Agenda. Im kommenden Jahr erfolgen umfangreiche Verlegungen von Leitungen. Schließlich treffen sich an der „Hörnleinkreuzung“ nicht nur viele Verkehrsströme, sondern es befinden sich auch zahlreiche Leitungen unter und neben der Straße.

Nach derzeitigem Planungsstand sollen die vorbereitenden Arbeiten durch den Bau der temporären bauzeitlichen Umfahrung im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Anschließend können die eigentlichen Umbauarbeiten im Kreuzungsbereich mit der Tieferlegung der B 2 starten. Diese werden so koordiniert, dass die Kreisstraße WUG 1 ebenso wie die B 13 auch während der mehrjährigen Bauphase an die B 2 angebunden ist.

Die nun begonnenen Abbrucharbeiten nahmen politische Mandatsträger und das Staatliche Bauamt Ansbach zum Anlass, sich vor Ort zu treffen. Der Weißenburger Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer, der die Maßnahme im Vorfeld auf Bundesebene unterstützt hatte, freute sich über den Baubeginn: „Für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist die B 2 die zentrale Verkehrsachse. Der höhenfreie Umbau ist ein wichtiger Bestandteil für eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur.“

Auch Landrat Markus Gläser betonte erneut den großen Mehrwert der Maßnahme: „Der Landkreis investiert mit seinem Kostenanteil in die Zukunft. Eine verkehrssichere und leistungsfähige B 2 kommt dem ganzen Landkreis zugute.“

Und auch Weißenburgs Oberbürgermeisterin Eva Reichstadt zeigte sich zufrieden und verwies insbesondere auf die Erreichbarkeit der Wohnquartiere östlich der B 2: „Die Stadt begrüßt es, dass während der Bauarbeiten auch die fußläufige Verbindung in die Stadt berücksichtigt wird.“

Gleich mehrere Vorteile der Absenkung der B 2 hob Baudirektor Martin Assum, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Ansbach, hervor: „Durch die künftige Tieflage der B 2 im Bereich der Kreuzung ermöglichen wir einen steten Verkehrsfluss auf der B 2 und können gleichzeitig eine Abschirmung für die direkten Anlieger erreichen. Außerdem können wir mit Hilfe des Projektes die Verkehrssicherheit an der hochbelasteten Kreuzung nachhaltig verbessern.“