SAR Elektronic GmbH in Gunzenhausen: Innovative Automatisierung stärkt den Wirtschaftsstandort

Landrat Markus Gläser und Wirtschaftsförderung erhalten Einblicke in technologische Kompetenz und Zukunftsperspektiven: Wie innovative Automatisierungslösungen industrielle Produktionsprozesse effizienter und zukunftsfähiger machen, erfuhren Landrat Markus Gläser und Sabine Unterlandstaettner, Leitung der Wirtschaftsförderung des Landkreises, bei ihrem Besuch bei der SAR Elektronic GmbH in Gunzenhausen. Werksleiter Rainer Schneider-Schnappauf, Vertriebsleiter Peter Sudler und die kaufmännische Leitung Christine Langguth stellten das Unternehmen, seine technologischen Kompetenzen und aktuelle Entwicklungsperspektiven vor.

Am Standort Gunzenhausen beschäftigt SAR rund 120 Mitarbeiter. Einen Schwerpunkt bilden maßgeschneiderte Automatisierungslösungen für die Kunststoffindustrie. Das Unternehmen entwickelt individuelle Anlagenkonzepte unter anderem für die Spritzgießautomation, Robotik, Montage, Qualitätssicherung und Digitalisierung. Zu den Kunden zählen zahlreiche Unternehmen aus dem Landkreis ebenso wie namhafte OEMs aus dem Automobilsektor. Insbesondere bei Kunden mit Großteile-Fertigung kommen umfangreiche Robotiklösungen zum Einsatz. Die Anlagen und Systeme von SAR sind dabei nicht nur in Deutschland, sondern auch international im Einsatz.

Eine besondere Stärke des Unternehmens liegt in der hohen Fertigungstiefe und der Verbindung verschiedener technologischer Disziplinen. Mechanik, Steuerungstechnik, Robotik und Software werden im Unternehmen zu ganzheitlichen Automatisierungslösungen verbunden. Dadurch können Anlagen weitgehend aus einer Hand entwickelt und gefertigt werden. Die Systeme werden vor der Auslieferung im Werk aufgebaut und anschließend beim Kunden vor Ort in Betrieb genommen. So können Abläufe und Funktionen bereits im Vorfeld geprüft und eine reibungslose Inbetriebnahme sichergestellt werden.

Ein weiteres wichtiges Standbein ist der Bereich Medizintechnik und HealthCare. Hier entwickelt SAR ebenfalls individuelle Automatisierungskonzepte, beispielsweise zur Verkettung von Materialflüssen. Dabei können unterschiedliche Prozessschritte wie Reinraumtechnik, Verpackung, Qualitätssicherung und Prüfung miteinander verbunden werden. Kameragestützte Prüfsysteme, individuell programmierte Software, MES-Lösungen zur Prozessüberwachung sowie intelligente Feeder-Systeme zur Teilezuführung ermöglichen dabei einen hohen Automatisierungsgrad und eine zuverlässige Qualitätssicherung.

Auch bei der Lasertechnik entwickelt SAR seine Kompetenzen kontinuierlich weiter. Ein Beispiel ist die Laserbeschriftung beziehungsweise das Lasermarking, mit dem Bauteile dauerhaft gekennzeichnet werden können. Im Vergleich zu aufgeklebten Etiketten ermöglicht die direkte Beschriftung eine robuste und dauerhafte Kennzeichnung, etwa mit Codes zur Rückverfolgbarkeit.

„SAR steht beispielhaft für die Innovationskraft und das technische Know-how unserer Unternehmen. Solche Betriebe schaffen Wertschöpfung, sichern Arbeitsplätze und zeigen, wie viel Zukunft in unserem Wirtschaftsstandort steckt“, betonte Landrat Markus Gläser.

Neben technologischer Entwicklung und neuen Geschäftsfeldern spielt für SAR auch die Sicherung qualifizierter Fachkräfte eine wichtige Rolle. Das Unternehmen engagiert sich deshalb in regionalen Netzwerken zur Fachkräftesicherung und Berufsorientierung. Dazu zählen das Netzwerk Fachkräftesicherung und SCHULEWIRTSCHAFT sowie die Berufsausbildungsmesse BAM – Angebote, die von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen initiiert und organisiert werden.

Landrat Gläser und die Wirtschaftsförderung dankten den Unternehmensvertretern für den offenen Austausch und die Einblicke in die Arbeit von SAR. Der Besuch zeigte, wie technologische Innovationskraft, hohe Fertigungstiefe, qualifizierte Fachkräfte und regionale Vernetzung zusammenspielen und damit zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Altmühlfranken beitragen.