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Erste Präventionskonferenz im Landkreis: Gesundheit fördern und Prävention stärken
Fachlicher Austausch, aktuelle Gesundheitsdaten und bedarfsgerechte Bewegungsangebote im Mittelpunkt der Veranstaltung des Gesundheitsamtes im Wildbadsaal Weißenburg.
Wie lässt sich die Gesundheit der Menschen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen langfristig stärken? Welche Bedarfe bestehen vor Ort, und wie können Präventionsangebote gezielt weiterentwickelt werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden der ersten Präventionskonferenz des Landkreises am 21. Oktober 2026 im Wildbadsaal in Weißenburg. Auf Einladung des Gesundheitsamtes kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und verschiedenen Fachbereichen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, vorhandene Ansätze in den Blick zu nehmen und Impulse für die zukünftige Gesundheitsförderung und Prävention zu setzen. Die Teilnehmenden kamen unter anderem aus den Bereichen Selbsthilfe, Beratung, Kinder- und Jugendarbeit, Gleichstellung und Apotheken. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände und der örtlichen Krankenkassen, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die stellvertretende Landrätin Ingrid Pappler nahmen an der Konferenz teil. Die breite Beteiligung machte deutlich: Prävention ist eine gemeinsame Aufgabe, die das Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure und Institutionen erfordert.
Masterplan Prävention als gemeinsame Orientierung
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Sonja Schmitz, Leitung des Gesundheitsamtes, die Ziele des Masterplans Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) vor. Dabei stand die Bedeutung einer vorausschauenden und nachhaltigen Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Ziel ist es, gesundheitlichen Risiken möglichst frühzeitig entgegenzuwirken, Gesundheitschancen zu verbessern und Prävention stärker im Alltag der Menschen zu verankern.
Die Präventionskonferenz bot damit einen Rahmen, um übergeordnete Zielsetzungen mit den konkreten Herausforderungen und Möglichkeiten im Landkreis zu verknüpfen.
Gesundheitsbericht schafft eine fundierte Grundlage
Welche Entwicklungen lassen sich anhand der Gesundheitsdaten für den Landkreis erkennen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz. Die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus Altmühlfranken, Stefanie Bodensiek und Anne Kube, stellten ausgewählte Indikatoren aus dem aktualisierten Gesundheitsbericht für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vor und ordneten deren Bedeutung für die regionale Gesundheitsförderung ein.
Der Bericht macht Entwicklungen sichtbar und kann dazu beitragen, Handlungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen gezielter auszurichten. Seine Veröffentlichung ist in Kürze vorgesehen. Damit steht dem Landkreis künftig eine aktuelle Datengrundlage für die weitere Planung und Weiterentwicklung gesundheitsfördernder und präventiver Angebote zur Verfügung.
„Mach mit, draußen fit!“: Angebote an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten
Wie niedrigschwellige Prävention konkret umgesetzt werden kann, zeigte Sofia Krug vom Sachgebiet Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes am Beispiel der Kampagne „Mach mit, draußen fit!“. Im Rahmen des Landesprogramms „Sport vor Ort – draußen, offen, für alle“ werden im Landkreis kostenfreie Bewegungsangebote im Freien geschaffen, die Menschen unkompliziert zu mehr Bewegung im Alltag motivieren sollen.
Neben der Vorstellung der Kampagne wurden auch die Ergebnisse einer Bedarfsabfrage in der Bevölkerung ausgewertet. Die Rückmeldungen geben Hinweise darauf, welche Bewegungsangebote sich die Bürgerinnen und Bürger wünschen und welche Zielgruppen künftig besonders berücksichtigt werden sollten. Damit fließen die Bedürfnisse der Bevölkerung unmittelbar in die Weiterentwicklung des Angebots ein.
Gemeinsam die Prävention im Landkreis weiterentwickeln
Die erste Präventionskonferenz machte deutlich, wie wichtig die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure ist, um Gesundheitsförderung und Prävention bedarfsgerecht und nachhaltig weiterzuentwickeln. Der Austausch zwischen kommunalen Verantwortlichen, Einrichtungen, Beratungsstellen und weiteren Fachakteuren schafft die Grundlage, vorhandene Ressourcen zu bündeln, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und gemeinsame Ansätze zu entwickeln.
Mit der Präventionskonferenz wurde ein wichtiger Impuls gesetzt, um die Gesundheitsförderung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen weiter zu stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure auszubauen.